Die Grundlogik: pro Person, pro Nacht — bezahlt in Wochen und Monaten
Monteur-Unterkünfte werden pro Person und Nacht kalkuliert, aber in Wochen- und Monatsraten verkauft. Als grobe Marktorientierung bewegen sich einfache Zimmer je nach Region ab etwa 15 bis 25 Euro pro Person und Nacht, Apartments und Wohnungen darüber — mit erheblicher Spreizung zwischen ländlichen Regionen und teuren Großstädten. Wichtiger als jede Pauschalzahl ist Ihre lokale Vergleichsanalyse (dazu unten) — der „richtige“ Preis ist immer der, zu dem Ihre Region tatsächlich bucht.
Die Preisfaktoren im Einzelnen
- Lage und Nachfrage: Nähe zu Industriegebieten, Großbaustellen und Werken zählt mehr als Innenstadtcharme. Läuft in Ihrer Region ein Großprojekt, steigt die zahlbare Rate spürbar.
- Zimmertyp: Einzelzimmer erzielen pro Person mehr als Betten im Doppelzimmer; abgeschlossene Wohnungen mehr als Zimmer mit geteiltem Bad.
- Ausstattung: Eigenes Bad, Stellplatz, Waschmaschine und gutes WLAN rechtfertigen Aufschläge — sie sind für viele Gäste Buchungskriterien, siehe Checkliste Ausstattung.
- Mietdauer: Je länger, desto niedriger die Nachtrate — dafür sinken Ihr Wechselaufwand und das Leerstandsrisiko.
- Personenzahl: Bei Gruppen sinkt der Pro-Kopf-Preis leicht, die Gesamtrate steigt — Teams sind trotzdem attraktiv, weil sie ganze Wohnungen füllen.
Staffelpreise: das Standardmodell
Bewährt hat sich eine dreistufige Staffel: Nachtpreis (als Basis und Anker), Wochenrate (spürbar unter 7 Nächten) und Monatsrate (deutlich unter 4 Wochenraten). Die Staffel belohnt lange Aufenthalte — und genau die wollen Sie: Ein Gast für drei Monate ist wirtschaftlich fast immer besser als sechs Gäste für je zwei Wochen, weil jeder Wechsel Reinigung, Übergabe und Leerstandstage kostet. Kommunizieren Sie die Staffel offen im Inserat: „Ab 4 Wochen günstigere Rate“ zieht die richtigen Anfragen an.
Ihre Marktanalyse in einer Stunde
Der verlässlichste Weg zum eigenen Preis ist der Vergleich:
- Suchen Sie auf dieser Plattform nach Ihrer Stadt und den Nachbarorten — über die Städte-Übersicht oder die Suche.
- Notieren Sie für 10 bis 15 vergleichbare Inserate: Zimmertyp, Ausstattung, Preis pro Person/Nacht.
- Positionieren Sie sich bewusst: gleicher Preis bei besserer Ausstattung (Empfehlung für den Start) oder leichter Aufschlag bei nachweisbarem Mehrwert.
- Nach vier Wochen nachjustieren: Viele Anfragen und sofortige Buchungen? Der Preis darf steigen. Kaum Anfragen trotz gutem Inserat? Runter mit der Rate oder rauf mit der Ausstattung.
Nicht vergessen: die Kostenseite
Kalkulieren Sie Ihre Untergrenze: anteilige Fixkosten (Miete/Finanzierung, Grundsteuer, Versicherung), verbrauchsabhängige Kosten (Strom, Heizung, Wasser, WLAN — bei Vollbelegung deutlich höher als bei Eigennutzung), Verschleiß und Rücklagen für Möbel sowie Ihre Zeit für Kommunikation und Reinigung. Erst über dieser Linie beginnt der Gewinn. Zur steuerlichen Behandlung der Einnahmen: Monteurwohnung vermieten: Steuern.
Der letzte Baustein ist Auslastung — der beste Preis nützt nichts ohne Belegung. Wie Sie Lücken systematisch schließen, steht unter Belegung erhöhen; die Werkzeuge dafür liefert das kostenlose Vermieter-Konto samt Belegungskalender. Und sichtbar werden Sie mit einem kostenlosen Inserat — unbegrenzte Fotos, direkte Anfragen, keine Provision.